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Den eigenen Lebenslauf "pimpen" - sinnvoll oder nicht?

Den eigenen Lebenslauf "pimpen" - ratsam oder nicht?

Man hat ein Stellenangebot gefunden, das sehr attraktiv ist und möchte sich bewerben. Der eigene Lebenslauf ist der Haken bei der Sache – er gibt nicht genug her. Lösung: Man „optimiert“ den eigenen Werdegang oder lässt ihn von anderer Seite „schönen“, es werden also Stationen und Erfahrungen hinzugefügt, die in dieser Form nicht der Wahrheit entsprechen, aber besser zum Stellenprofil des Arbeitgebers passen. Ist dies ratsam oder nicht?

Der Personaler ist geübt im Aufdecken von Mogeleien

Oftmals findet der Personaler im Vorstellungsgespräch heraus, ob alle Inhalte im Lebenslauf der Wahrheit entsprechen. Mit gezielten Fragen prüft er, ob der Bewerber seinen eigenen Lebenslauf in eigenen Worten präzise wiedergeben kann oder an bestimmten Stellen eher „herumeiert“.

Was der Bewerber nicht genau weiß, beschreibt er auch schlecht

Erdichtete Inhalte kann der Bewerber eben nur vage berichten. Wer hier ins Schleudern gerät und im Lebenslauf vermerkte berufliche Erfolge im Gespräch kaum anschaulich darstellen geschweige denn das Thema vertiefen kann, macht sich unglaubwürdig und wird kaum die angestrebte Stelle erhalten.

Nervöse Unruhe

Sehr auffällig ist auch eine plötzliche nervöse Unruhe, die den Bewerber erfasst, wenn das Gespräch auf einen Punkt kommt, bei dem er sich nicht sattelfest fühlt. Die Gefahr, entlarvt zu werden, führt dazu, dass er sich „verrät“, in Worten, Mimik und Gestik zeigt, dass er sich gerade thematisch auf´s Glatteis begibt.

Jahreszahlen und Daten faken

Wer Lücken im Lebenslauf ausgleichen möchte und Jahreszahlen entsprechend anpasst, kann im Vorstellungsgespräch leicht dadurch auffallen, dass er bei Fragen zu seinem Werdegang plötzlich durcheinandergerät. Wenn der Personaler hier nachhakt, kann ein „Lügengebilde“ sehr leicht auseinanderfallen. Dann ist das Gespräch eigentlich erledigt.

Erfahrungen und Positionen „aufwerten“

Auch die Beschönigung beruflicher Erfahrungen und Positionen ist für den Personaler überprüfbar und fliegt schnell auf, wenn er bei stellenspezifischen Themen in die Tiefe geht oder hinterfragt, warum zu einer angeblichen beruflichen Position keine Referenz des vormaligen Arbeitgebers vorliegt.

Es gilt grundsätzlich: „Ehrlich währt am längsten“. Lieber authentisch als ein Hochstapler, der im Gespräch auffliegt. Ausnahmen bilden die Informationen zur persönlichen Vermögenssituation, zur Familienplanung, zu religiösen und politischen Überzeugungen. Diese gehen den Personaler im Vorstellungsgespräch nichts an. Selbst Vorstrafen sind nur dann einzuräumen, wenn sie für das Stellenprofil von Relevanz sind.

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