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Nerviger Kollege – muss ich mir alles bieten lassen?

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Mann am Laptop Musste ich mir das gefallen lassen? Natürlich nicht.

Seit einem halben Jahr sitze ich mit Benni zusammen in einem Büro. Benni wurde neu eingestellt und der Chef meinte, wir würden doch gut zusammenpassen und überhaupt könnte ich dem neuen Kollegen doch helfen, in der Firma Fuß zu fassen.

Super-Idee!

Ab dem ersten Tag war Benni der Herr im Haus, ließ den ganzen Tag das Radio in voller Lautstärke dudeln, sang und pfiff dazu, beschäftigte sich mehr mit seinem Smartphone als mit der Arbeit, fragte mich über Kolleginnen und Kollegen aus. Mehrfach redete er mich in den ersten Wochen mit falschem Vornamen an, erzählte mir ungefragt allen möglichen unglaubwürdigen Kram aus seinem Leben und jammerte mir die Ohren voll, wenn die hübsche Kollegin aus dem Nachbarbüro seine Einladung zum Kaffeetrinken mal wieder ausgeschlagen hatte.

Der Gipfel war erreicht, als Benni in meiner Abwesenheit – ich hatte einen Außentermin – einen erfolgreichen Geschäftsabschluss für sich beanspruchte und in einer Besprechung mit dem Chef verkündete, er hätte die finale Verhandlung mit dem beteiligten Unternehmen geführt. Das Ganze wäre mir womöglich erst sehr spät zu Ohren gekommen, denn ich hatte ab dem folgenden Tag zwei Wochen Urlaub und das hatte der Kerl natürlich genau gewusst.

Doch Nadine – die hübsche Kollegin aus dem Nachbarbüro, die auch an der Besprechung teilnahm – hatte „so eine Ahnung“ und schrieb mir eine E-Mail.

Die ganze Nacht grübelte ich: Musste ich mir das gefallen lassen? Natürlich nicht. Aber wie konnte ich nun angemessen reagieren? Sollte ich Benni mit Nadines Nachricht konfrontieren oder gleich zum Chef gehen?

Oder sollte ich die Angelegenheit einfach auf sich beruhen lassen?

Nein, das dann doch nicht.

Am nächsten Morgen erschien ich also noch einmal im Büro. Unangemeldet. Trotz meines Urlaubsbeginns. Benni war überrascht, ein schlechtes Gewissen hatte er allerdings nicht oder ließ es sich nicht anmerken.

Ich setzte mich an meinen Computer, druckte Nadines E-Mail aus (ihre Erlaubnis hatte ich mir vorher eingeholt) und legte sie ihm kommentarlos auf den Schreibtisch. Er las sie, sagte aber nichts. Stattdessen stellte er das Radio laut.

Ich druckte die E-Mail ein zweites Mal aus. „Gehe mal gerade zum Chef“, kündigte ich an und stand auf.
Da kam Bewegung in meinen Bürokollegen. Er schaltete das Radio aus. Sprang auf. „Warte!“ rief er und rannte zur Tür, stellte sich mir in den Weg.

„Das ist alles ein Missverständnis“, sagte er hektisch. „Die Nadine hat da etwas ganz falsch verstanden.“

„Das können wir ja klären“, entgegnete ich. Das Maß war wirklich voll.

„Ich kläre das, okay?“ bat er.

„Nur in meinem Beisein“, antwortete ich.

Wir sind dann gemeinsam zum Chef. Der Benni hat eingeräumt, dass er sich mit der Geschichte profilieren wollte. Er hat sich auch entschuldigt. Der Chef fand die Aktion von ihm natürlich ziemlich daneben und erklärte, dass er dem Benni einen neuen Büroplatz zuweisen würde. Alles weitere wollte er dann im Vier-Augen-Gespräch mit ihm klären. Ich aber habe vorgeschlagen, dass Benni und ich noch einen gemeinsamen Versuch machen könnten, nachdem jetzt alles so schiefgelaufen war. Der Benni hat das Angebot angenommen. Und hat sich ab dem Tag doch ziemlich verändert. Wir sind zwar keine besten Freunde, aber mittlerweile gute Kollegen geworden, die erfolgreich zusammenarbeiten. Und seine nervigen Eigenschaften hat der Benni auch abgestellt.

Man muss sich am Arbeitsplatz wirklich nicht alles bieten lassen. Es ist aber auch nicht schlecht, wenn man jemandem die Möglichkeit einräumt, seinen Fehler wieder geradezubiegen.

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