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Reihe Arbeitszeitmodelle, Teil 3 – Jobsharing

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Bild von zwei Kollegen am Arbeitsplatz Eine offene und konstruktive Abstimmung ist die halbe Miete beim Jobsharing. © Foto: rawpixel

Ein von Unternehmen nur selten praktiziertes Beschäftigungsmodell ist das Jobsharing, also der Arbeitsplatz, der von mehreren Arbeitnehmern besetzt wird. Die involvierten Arbeitnehmer – zumeist zwei auf eine Stelle –  teilen sich dabei Aufgaben, Verantwortung, Stundenzahl und Gehalt. Diese Arbeitsplatzteilung entspricht jedoch nicht dem klassischen Teilzeit-Modell – beim Jobsharing wird vertraglich genau geregelt, wie eine Stelle auf zwei Arbeitnehmer verteilt wird, beide sind verantwortlich für die Umsetzung im Arbeitsalltag.

Vorteile

Vorteile liegen beispielsweise beim Arbeitgeber, denn im Krankheitsfall eines der beteiligten Arbeitnehmer ist die Vertretungsregelung leichter zu treffen. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Arbeit im Team erledigt wird, man zur gleichen Zeit an den Aufgaben arbeitet und diese sowie die Arbeitszeit miteinander abstimmt. So kann die Arbeitsintensität für beide Arbeitnehmer an die persönlichen Lebensumstände angepasst werden, was die Effizienz in der Arbeit erhöht. Selbst Stellen mit komplexen Profilen werden durch Jobsharing flexibler gestaltet. Zwei Arbeitnehmer bringen doppelte Kompetenz ein, betrachten Aufgabenstellungen aus zwei Blickwinkeln und lösen sie mit größerer Kreativität und unterschiedlichen Ansätzen. Doppeltes Fachwissen in einer Position kann nur positiv für das Gelingen des Arbeitsprozesses sein.

Nachteile

Natürlich gibt es auch bei diesem Modell Nachteile. Stimmt die Chemie zwischen den Partnern nicht, sind Konflikte vorprogrammiert. Auch mangelnde Absprachen stören den erfolgreichen Arbeitsablauf. Der Verzicht auf einen Teil des Gehalts löst bei manchen Arbeitnehmern nach gewisser Zeit Unzufriedenheit aus.

Voraussetzungen für ein gelungenes Jobsharing

Gute Absprachen sind das berühmte „A und O“. So wird eine reibungslose Zusammenarbeit möglich. Ein täglicher Austausch auf Augenhöhe, das Schaffen eines gemeinsamen Wissensstands und eine gute, gemeinsame Organisation der Arbeitsabläufe sind unabdingbar. Gutes Verständnis und gegenseitiges Vertrauen ebenfalls, außerdem ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft, um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten und nicht ständig Meinungsverschiedenheiten gegeneinander auszufechten.

Wenn all dies gegeben ist, kann das Jobsharing für Unternehmen und Mitarbeiter ein erfolgreiches Beschäftigungsmodell sein.

 

 

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